Die Frankfurter Sosse ist ein traditionelles Gründonnerstagsessen

Zu gleichen Teilen Joghurt, saure Sahne und Creme fraiche miteinander verrühren, zwei Eigelb unterziehen, 2 Knoblauchzehen ausgedrückt hinzufügen und mit einigen Spritzern Zitronensaft, Senf, weissem Pfeffer und Salz abschmecken. 2 harte Eier feinhacken.

Kräuter

Mindestens die berühmten „7“: Borretsch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Zitronenmelisse, aber auch Schafgarbe, Gundermann, Löwenzahn, Brennessel,, Spitzwegerich, Veilchenblüten, Huflattichknospen und Gänseblümchenrosetten kommen in Frage) und Zwiebeln feinhacken.
2 Gewürzgurken feinwürfeln und hinzufügen.

Schmeckt gut mit Salzkartoffeln.

Denkmal für die Grüne Sauce

Seit dem 21. Mai 2007 gibt es in Frankfurt-Oberrad auch ein Denkmal für die Grüne Sauce. An einem Weg im Süden des Stadtteils stehen sieben kleine Gewächshäuser aus Plexiglas. Darin ist auf dem Boden jeweils der Schriftzug einer Zutat genannt: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Entworfen hat das Denkmal die Ludwigsburger Künstlerin Olga Schulz.

Bei der Luminale, einem Lichtspektakel in Frankfurt und Region ( zuletzt 6. bis 11. April 2008) sind die Gewächshäuser eines der 221 besonders beleuchteten Projekte.

Geschichte

Vorgänger der grünen Sauce sind in Europa bereits seit 2000 Jahren bekannt. Von den Römern wurde das Rezept aus dem Orient übernommen.

Wie sie nach Deutschland gelangte, ist unklar. Möglicherweise waren es Hugenotten, die sich in Kurhessen, auch im Rhein-Main-Gebiet niederließen und die Sauce verte aus Frankreich mitbrachten. Andere Quellen verweisen auf die italienische Handelsfamilie Bolongaro, die seit 1733 in Frankfurt vertreten war. Es spricht jedoch einiges für den hugenottischen Ursprung der Grünen Sauce, denn sie ist insbesondere auch in Nordhessen in und um Kassel beliebt, wo sich Ende des 17. Jahrhunderts zahlreiche Hugenotten ansiedelten.

Dass Goethes Mutter Katharina die Grüne Sauce erfunden habe, kann in den Bereich der Legende verwiesen werden. Ein gedrucktes Rezept der Frankfurter Variante erschien zum ersten Mal 1860 in einem Frankfurter Kochbuch von Wilhelmine Rührig.